Psychologie und Viszeralmedizin
„Das müssen Sie jetzt akzeptieren“ ist dann kein ausreichender Trost. Akzeptanz ist zwar ein modernes Schlagwort geworden, wie man etwas akzeptiert, wird einem aber nicht verraten.
Der betroffenen Person und seinen Angehörigen versuchen unsere Klinischen Psychologen im Haus möglichst früh nach dieser Diagnose zu vermitteln, dass einem auch auf diesem Wegstück noch viel Schönes, Erfreuliches und Lebenswertes begegnen wird. Das ist bereits ein erster Schritt in Richtung einer positiven Sichtweise des Patienten auf seine Lage.
Gemäß unseren Leitsätzen legen wir unser Augenmerk nicht nur auf die körperliche Seite der Erkrankung eines Patienten, sondern beziehen auch die seelische Ebene mit ein. Wir achten so auf den ganzen Menschen, der mit seiner Erkrankung leben lernen muss.
Der Zusammenhang zwischen psychischen und physischen Faktoren hat schon lange seinen Ausdruck in der Alltagssprache gefunden. Phrasen wie „schwer im Magen liegen“, „etwas satt haben“, „die Wut im Bauch“ oder „Schmetterlinge im Bauch“ zeugen von diesen empfundenen Zusammenhängen.
Mittlerweile sind viele der Zusammenhänge von Emotionen, Stressfaktoren und Verdauungstrakt wissenschaftlich nachweisbar. Eine sehr deutliche Sprache sprechen auch die statistischen Darstellungen der Auswirkungen von gastrointestinalen Beeinträchtigungen und Lebensqualität.
Verschiedene psychologische und psychotherapeutische Verfahren haben sich mittlerweile bei der Behandlung von gastrointestinalen Störungen bewährt. Wenn auch nicht immer Beschwerdefreiheit erreicht werden kann, so stellt eine therapeutische Begleitung doch einen wesentlichen Beitrag zu Verbesserung von Beschwerden, eine bessere Kontrolle der Symptome und eine Verbesserung der Lebensqualität dar.








